Sonntag, 3. Mai 2009

Die Stadt, die auf 50 Vulkanen erbaut wurde



Ort: immer noch Auckland, Neuseeland. Zeit: gerade mal zweiter Tag. Wetter: strahlender Sonnenschein :).
Ja, an meinem zweiten Tag in Neuseeland scheint die Sonne und die Welt sieht gleich ganz anders aus! Da Sonntag ist und ich eh nichts erledigen kann, will ich mir Aucklands Sehenswürdigkeiten ankucken. Zuerst besteige ich den 196 m hohen Mt. Eden, Aucklands höchster Vulkan, der nach George Eden, dem ersten Earl von Auckland, benannt wurde. Inzwischen ist der erloschene Vulkan mit Gras bewachsen und bildet für Kühe ein Zuhause, aber wenn man ihn erklommen hat, wird man mit einer tollen Aussicht über die Stadt belohnt. Auckland wurde auf rund kleinen 50 Vulkanen erbaut, der letzte Vulkanausbruch erfolgte vor 600 Jahren, aber laut Reiseführer sind die Vulkane immer noch aktiv und niemand kann vorhersagen, wann ein Vulkan wieder zum Leben erwacht.
Anschließend fahre ich mit dem Bus in die Innenstadt und schlendere Aucklands Hafenviertel entlang. Nachdem ich mir den Skytower, der mit seinen 328 Metern Neuseelands höchstes Gebbäude darstellt, angeschaut habe, setze ich mich auf eine Bank und geniesse ein wenig den Sonnenschein, bevor ich wieder zum Hostel aufbreche.

Samstag, 2. Mai 2009

Gerade erst angekommen und schon Heimweh


Am 30. April bin ich von Rarotonga um 17:30 Uhr wieder losgeflogen, in Auckland angekommen bin ich aber erst am 1. Mai, und das nach nur 4 Stunden Flug! Zwischen den Cook Inseln und Neuseeland liegt nämlich die internationale Datumsgrenze und überquert man sie, verliert man sozusagen einen Tag oder gewinnt einen dazu. Natürlich war mir das bewusst, aber an die Konsequenzen hatte ich nicht gedacht. So mache ich mich nach meiner ersten Nacht in der Oakland's Lodge voller Tatendrang auf den Weg in die Stadt, um ein neuseeländisches Bankkonto zu eröffnen und die Steuernummer, die man für die Ausübung eines Jobs braucht, zu beantragen. Pustekuchen! Alle Banken sind geschlossen und die einzige, die auf hat (und das auch nur, weil sie sich in einer Postfiliale befindet) schickt mich wieder weg, weil ich zwar meinen Pass dabei habe, mir aber ein Nachweis über meine Adresse in Auckland fehlt :(. Fest im Glauben, dass noch Freitag sei, frage ich mich, als ich zurück zur Jugendherberge marschiere, ob in Neuseeland wohl ein Feiertag gefeiert wird. Natürlich musse ich im Hostel deswegen nachfragen und ich werde erst mal aufgeklärt, dass ich einen Tag daneben liege. Ähm ja, Themawechsel.
Etwas deprimiert, es hat auch noch den ganzen Tag geregnet, ziehe ich mich auf mein Zimmer zurück und wäre am liebsten wieder umgekehrt und nach Hause geflogen. Meinen ersten Tag in Neuseeland habe ich mir irgendwie anders vorgestellt, mann oh mann, warum um Himmels Willen wollte ich nur unbedingt ein Work & Travel Jahr ausgerechnet hier machen?! Das Internet auf meinem Zimmer funktioniert auch nicht und ich überlege, ob ich nicht einfach zum Flughafen fahren könnte. Als ich mich noch mal aufraffe und in den Aufenthaltsraum gehe, um zu kucken, ob mir vielleicht jemand eine Email geschrieben hat, sehe ich, dass nicht nur ganz viele Leute an mich gedacht und mir geschrieben haben, sondern mein Schatz, Silke und Marleen online sind. Was für eine schöne Überraschung!